Sonntag, 6. Dezember 2015

Wusstest du, dass in Nepal...

...diese Schuhe viel Komplimente bekommen?














...diese Dousche warm Wasser hat und nicht tödlich ist?














...in diesem Buss 50 Leute platz haben?

...die Bettdecken quadratisch sind?

...Tatopani von einem Nepali bestellt oftmals Raxi (lokal Wine) ist?

...auf heiklen Wegstücken die Adiletten in die Hand genommen werden und man barfuss weiter geht?

...die Warnung es hat Mäuse ernstgenomme werden muss? Wenn du pech hast, spatzieren sie dir mitten in der Nacht über den Kopf!

....die häufigst gestellte Frage ist: "Are you marred?" und die zweit häufig gestellte Frage : "Do you have parents?"

...eine angegebene Zeit +/- 20Min immer noch Pünktlich ist. It is cold: Nepalitime;-)

Annapurna Region

Zum Schluss meines Trekkings war ich noch in der Anapurna Region unterwegs. Nach der nicht so überfüllten Region der Manaslu, war das ein Bisschen ein schock. Die Lodge leuchteten um die Wette, es gab überall hot showe, Internet, ect.


Ich entscheid mich dann anstelle nach Manang zu wandern, den Jeep zu nehmen. So konnte ich die gesparte Zeit nutzen um zum Tilicho Lake hoch zu wandern. Der See war wunder schön. Aber auch da sah mann allerlei Leute unterwegs.




Nach diesem Abstecher gingen wir zurück auf die Hauptroute des Annapurna Circuits. Wir stiegen in gemütliche Tagesetappen Richtung Thorong La hoch. Um der Völkerwanderung über den Pass auszuweichen gingen wir mit den ersten Leuten um halb vier los. Die Rechnung ging auf, wir waren die ersten oben und konnten den Sonnenaufgang dort geniessen. Als die Leute kamen, waren wir bereit abzusteigen.



In Muktinat bekamen wir die Info, dass unser Flug von Jomsom nach Poker um einen Tag vorgeschoben wurde. Also organisierte Pemba uns eine Jeep um so schnell wie möglich nach Jomsom zu gelangen. Dort angekommen sagte uns dir Fluggesellschaft, dass der morgige Flug ausgebucht sei und der übermorgige wahrscheinlich nicht fliegen werde wegen Treibstoffmangels. Ich sagte zu mir. "Ok, wir sind in Nepal, das kann es geben und das letzte Wort ist noch nicht gesprochen."
An den nun gewonnen extra Tag ging wir noch Marpha. Wir besuchten dort ein Kloster und sahen uns das Dorf an. Zurück in Jomsom, erfuhren wir dass der Flug tatsächlich gestrichen wurde, aber wir durften mit einer anderen Fluggesellschaft fliegen. Noch einmal Glück gehabt...



Der Flug am nächsten Tag war trotz Wind und Wolken wunderschön....




Manaslu

Nach einer 10 stündigen Busfahrt erreichten wir Arkhet Bazar. Unser Ausgangspunkt für das Trekking. 
Strassenzustand: Fahrweg ist fahrbar
Kreuzen mit einem anderen Bus. Es war nicht mehr viel Platz übrig...
Die ersten Tage waren geprägt von der Zerstörung des Erdbebens. Ich kam in Dörfer, die kaum ein ganzes Haus mehr hatten, besuchte Schulen, die aus Zelten bestanden und macht Umwege weil der Weg verschüttet war. Ich hörte Geschichten wie es früher war. Da standen einst drei Häuser, doch die Flutwelle spülte sie weg. Da war ein Haus, doch die Geröllawine putzte es weg...
Mit all dem was ich gesehen hatte, konnte ich mir ein besseres Bild über das schreckliche Ausmass des Erdbebens machen. Ich verstehe auch, dass die Leute immer noch auf Hilfe angewiesen sind. So können Maultiere über den zum Teil heiklen Weg unmöglich Essen ins Tal bringen. Die Versorgung findet per Helikopter stat. Dadurch hat sich der Kilopreis für die Lieferung vervierfacht. Das World Food Program ist aber immer noch sehr aktiv dort und verteilt Essen wie Reis, Zucker, ect.
Die Leute leben zum Teil in sehr Primitiven Häuschen, Schule bestehen aus einem Zeltdorf ect.. .





Das war mental ein harter Einstieg in mein Trekking. Ich übrnachtet beispielsweis in Lapubesi. Das einzige Haus das in diesem Dorf in Takt war, war mein Guesthous. Ich war im Zweifel, wie ich das aushalten sollte. Da sagte mir ein Nepali Freund: "You are helping the locals by visiting the place. It helps the local economy and when they see that trekkers still are coming, it makes them feel it will get normal like befor." Diese Worte halfen mir in mancher Situation.

Lapubesi
Schule in Lapubesi

Neben all der Zerstörung sah ich aber auch sehr viel schönes! Die Landschaft war unglaublich abwechslungsreich. Am Anfang wanderte ich durch Bambuswälder und an Reisfelder vorbei. Es war heiss und wir schauten, dass wir jeweils früh genug starteten um am Mittag in der Lodge zu sein. So konnten wir der Hitze ein Bisschen ausweichen.




Je höher wir kamen, je weniger Bambus hatte es. Dafür waren wir nun in den Rododendron Wälder. Es wurde nicht mehr Reis angepflantz aber Buchweize, Weize und Kartoffel. In Jagat begann die Manaslu Konservations Aerya. Die Häuser bestanden nun hauptsächlich aus Stein. Überall sah man Chorten. Ich bin nicht sicher ob es mehr Häuser oder Chorten hat in dieser Gegend.










In Samagaun sahen wir dann die grossen Schneebergen sehr nahe. Wir hatten eine wunderschöne Sicht auf den Manaslu.







Die Luft dort oben wurde immer dünner und die Tagesetapen kürzer. So konnten wir uns gut akklimatisieren für de Larke Pass, den wir zu überqueren hatten. Dieser ist 5160m hoch. Wir hatten wie eigentlich auf dem ganzen Trek wunderschönes Wetter, doch es war bitter kalt. Der Aufstieg war stets leicht ansteigend. Super zum gehen. Der Abstieg war steil und nicht so wegsahm, weil es Schnee hatte.

Weg in Richtung Pass, der im Hick ist.
Einer der besten Äpfel in der Welt!

Sonnenaufgang vor dem Larke Pass.

Nach dem Pass wanderten wir einen Tag Tal auswärts bis nach Darapani wo wir auf das Annapurna Circuit kamen. Schritt für Schritt wurde es grüner und wärmer....




Und hier noch einige Geschichten von meinem Trekking:

Dieses Pärchen sahen wir etwa zwei Tage immer wieder. Sie trugen Verpflegung Tal einwärts für ihr Tea Shop. An diesem Ort waren wir so durstig und hungrig, dass wir ihnen Biskuits und ein Fanta aus den Körben abkauften. Sie lachten und sagten, sie verkaufen laufend Sachen auf dem Weg. Vielleicht wäre es eine neuen Geschäftsidee, der wandernde Tea Shop.

In Sirdibas übernachteten wir bei dieser Familie in der Lodge. Der Mann war so begeistert vom Stirnband, das ich häkelte. So nahm er seine Wollenvorräte hervor und wir suchten zwei passende Farben heraus. Ich startete für Ihn ein Stirnband und erklärte seiner Frau wie es geht, damit sie es fertig machen kann.

In Bihi Phedi war dieser Mann unsere Rettung. Dort waren alle Lodge geschlossen, weil die Leute im Dorf oberhalb einen Weg machten. Wir hatten aber unglaublich hunger. So konnten wir ihn überzeugen, dass er uns Gschwellit kochte.

Das Internat von der Schule in Gha wurde vom Erdbeben völlig zerstört. Nun leben die Kinder in Zelten. Sie hatten so Freude an unserem Besuch im Zeltdorf. Sie tanzten uns vor, sangen für uns und wir testen ihr Englisch. Das Mädchen auf meinem Arm war sechs Jahre alt uns wollte nicht mehr auf den Boden. Sie war so herzig, wie alle andern auch!!!

Schule in Samdo. Dies ist die Vorhofseite von den Starters. Sie waren nicht alle gleich interessiert...