Montag, 29. Oktober 2018

Albanien und Griechenland per Velo

Während fast fünf Wochen fuhren Martina und ich durch Albanien und Griechenland mit den Velo. Viel Vergnügen bei den "Gedankenfötzeli" von unserer Reise.

  • Viele herzliche Begegnungen mit Einheimischen und Touristen, von jung bis alt
  • Kommunikation mit Hilfe von Hand und Fuss, Google-Translator oder ganz einfach auf deutsch oder englisch
  • Unsere Verkehrsmittel: 29 Tag per Velo, 4x Zug, 3x Fähre, 1x Schiff, 1x Bus, 1x Campingbus
  • Unsere Übernachtungsorte: 9x auf dem Camping, 7x wildcampiert, 1x im Garten einer Familie, 11x in einem Zimmer, 2x in einem Camperbüschen, 2x auf der Fähre
  • Wir sind stolze Besitzer von zwei tapferen Velos, mit einer Platte und einer kaputten Gangschaltung
  • Schlagwörter für unsere Reise: "Enjoy your trip girls!", "All is very nice here!", Wrong season, wrong island!", "Mountain green Tea!", "You need to be supported!", "See you in Permet!"
  • Unser Himmlischen Frühstück: Müesli mit griechischem Joghurt, Granatapfel, Honig, Zimt, Cranberrys, Nüssen, Feigen, Trauben.. und Schwarztee mit Milch
  • der selbst gemachte Tee schmeckt am besten und wird täglich zelebriert
  • wir bekommen viele Geschenke für die Weiterreise: Granatapfel,
  •  Gemüse, Honig, eine Stabwerke, Oliven, Baumnüsse, Güetzi...
  • unsere täglichen Kaffeepausen machen wir an unterschiedlichen Orten: moderne Stadtkaffees, zweckmässige Dorfkaffees, idyllische Hafenkaffees, am Tischchen vor dem Takt-Ema-Laden, am Strassenrand...

ALBANIEN

  • hilfsbereite, grosszügige und freundliche Leute
  • Strassenzustand: von Schotter bis schöner Asphalt
  • unzuverlässiges Kartenmaterial
  • zur Kommunikation dienten unsere paar Brocken Italienisch
  • Granatapfelsaison
  • das Zeitalter des Natels ist angekommen, doch in der Landwirtschaft geht es immer noch ganz eifach mit Eseln
  • "Auto-Lavazh" - Autowaschanlagen gibt es an allen Ecken
  • Abfall ist ein ungelöstes Problem
  • Die Kaffees sind von Männer dominiert, Frauen sieht man kaum
  • Einfache Lebensmittelläden, Kaffees und Tankstellen (der Benzin war so schmutzig, dass er uns den Kocher mehrmals vers
  • topfte;-)

Start in Durres



nicht all zu schlechte Strasse!






Schwefelbad nahe Permet





GRIECHENLAND

  • Wir verbringen viel Zeit in Kaffees und beobachten das Dorfgeschehen
  • hupende Autos: beim überholen, zum winken, zum vorankünden und für was man halt alles hupen kann
  • Stets Hosentaschen mit Steinen drinnen um die kläffende Hunde abzuwehren
  • hilfsbereite Menschen wenn man sie braucht
  • viele kleine Tante-Ema-Läden
  • leckere Bäckereien - wir probieren uns quer durchs Sortiment
  • unzählige Gedenkstätten am Strassenrand

GRENZE - METSOVO - METEORA

  • Herbstwälder, breite Täler, tendenziell fahren wir hoch
  • der Anfang der Etappe ist sehr untouristisch und am Ende in Meteora ist es sehr touristisch
  • wir fahren durch ganz eifache Örtchen und für die Touristen rausgeputzt Orte
  • Baumnusssaison
  • Feines und traditionelles Essen in den Restaurants
  • Mountain-Greentea (es gibt selten Schwarztee)
  • Viele Freilaufende und Wilde Hunde

Passfoto...

...mit super Aussicht

Meteora



HALBINSEL PILION

  • Olivenhainen, Obstplantagen, Kastanien- und Bergwälder im Herbstkleis 
  • Apfelernte
  • wir kommen ans Meer
  • enge steile Strassen
  • viele authentische Kaffees für Touristen gemacht
  • wir Zelten viel wild
  • Tavernen mit lustigen Menus - es gibt was Saison ist und was es hat





    und wieder ein Passfoto

INSEL EVIA/EUBÖA

  • Nadel- und Herbstwälder
  • "Wrong Season, wrong island!" - es regnet sehr viel
  • Ursprüngliche Dörflern, uneingenommen vom Tourismus
  • Bienenkästen in allen Farben
  • neben den Strassen hat es viel Matsch

  • die Zimmerfindung ist nicht einfach, doch die Leute sind sehr hilfsbereit
  • krasser, schneller Wechsel zwischen Landleben und Stadtgetümmel
  • Harzgewinnung
der Matsch blockierte mir die Räder...


trotz schlechtem Wetter ein super Pic-Nic Platz


"wrong season, wrong island"

Peter hilft uns bei Regen die Platte zu beheben (er sah uns beim durchfahren)

PELOPONNES

  • nach den kläffenden Hunden, die aggressiven Mücken
  • blühend: violette Erika Hügel, farbige Büscher um die Häuser, Kakteen
  • Olivenernte
  • herausgeputzte Ferienorte mit Gelateria, Uferpromenaden, schönen Läden, sauberen Gassen, Fischer- und Jachthäfen
  • viele Ziegen- und Schafherden
  • hügelige Hochebenen
  • karge Halbinsel Mani mit vielen ausgestorbenen Dörfern und Burgtürmchen
  • Strandleben





Meine Gangschaltung ist kaputt, der Herr von der Tankstelle versucht das Problem zu finden. Wir haben alles auseinander geschraubt und wussten nicht wo der Fehler liegt. Also geht er Nachhause und holte eine Schaltung von seinem alten Velo. Er meinte nur: "You need to be supported!"

Halbinsel Mani

wir treffen Peter noch einmal, unser Plattenflick-Hilfe

FALEMIDER UND EFCHARISTO FÜR DIE GUTE REISE

Gokyo 2017

Zusammen mit Rajan machte ich ein 10 tägiges Trekking zu den Seen von Gokyo und über den Renjo La.

In Kathmandu nahmen wir ein Propellerflugzeug nach Lukla, der Startort unseres Treks. Eigentlich sollte der Flieger um sechs Uhr starten, doch der Flughafen war wegen zu vielem Dunst geschlossen. Fröhliches warten war angesagt. Immer mehr Leute sammelten sich in der Wartehalle. Plötzlich wurden Flüge gestrichen und andere durften boarden. Als wir ans boarden kamen, mussten wir in ein Bus einsteigen. Sie sagten dann, dass der Flughafen immer noch nicht offen sei. In der tat standen überall Busse gefüllt mit Pasagieren. Das ist also die nepalische Technik um die Wartehalle zu erweitern. Kurz vor zehn konnten wir doch noch fliegen. Der Flug war sehr schön und die Landung in Lukla gelang tadellos.


Von Lukla führte der Weg über Phakding nach Namche Batar. Auf diesem war viel Betrieb. Es hatte Touristen, Träger, Verkäufer, Schuelkinder, Maultiere, ect. Manchmal gab es richtig stau wenn wir eine Maultierherde kreuzten. Auch in sachen Touristen sah mann alles, aber wirklich alles...




Weil wir zeitlich ein Bisschen knapp waren und ich mit der Höhe kein Problem hatte liesen wir den Ruhetag in Namche Bazar aus. Nun verliessen wir die Hauptachse zum Everest Base Camp und somit auch die vielen Touristen. Weder Rajan noch ich waren traurig darüber.


Nun tat sich auch die Sicht auf die Berge auf. Es war wunder schön und ich konnte mich nicht satt genug sehen.
Weil wir einen weiteren Aklimatisationsrast ausliesen, hatten wir zwei Tage in Gokyo. Am ersten gingen wir zum 5th Lake und zum Cho You Base Camp, am andern gingen wir zum Sonnenaufgang auf den Gokyo Ri. Ein ca. 5400m hoher Aussichtshügel. 
Am Nachmittag kamen jeweils Wolken auf, es windete und wurde unangenehm. Doch in den Aufenthaltsräume brannte oft ein Feuer, das uns warm behielt. Die Nächte waren meist sehr kalt. Am Morgen waren die Fensterscheiben jeweils voll mit Eiskristallen.









Von Gokyo führte uns unser Weg über den Rencho La nach Thame. Ein ca. 5400 m hoher Pass. Wir starteten früh am Morgen und konnten das erste Stück im Mondschein wandern. Das war mega schön. Die Sonne war jedoch eine willkommene Aufwährmumg. Auf dem Pass machten wir eine stündige Pause und genossen die schöne Aussicht. Dann mussten wir 1000 Höhenmeter vernichten. Dementsprechend waren unsere Beine froh als wir in die Lodge kamen.







Von Namche Bazar aus sahen wir die beiden Hotel von Kongde. Weil von dort die Aussicht ein Traum sein muss, wollten wir unbedingt dort hin. Rajan versucht in den letzten Tag bei verschiedenen Leute Informationen über den Weg dorthin zu bekommen. Dies war ein Ding der Unmöglichkeit. Die Leute konnten uns einfach sagen, dass es teuer ist in diesen Hotels. Von 20.00 bis 400.00 Dollars höhrten wir alles. Grund genug um diesen misteriösen Platz zu besuchen.
Die Aussicht dort oben musste man sich hart verdienen. (Kein Wunder gehen die Meisten mit dem Helikopter!) Die ersten drei Stunden bewegt man sich in stetigem auf und ab zwischen 3500 und 3800. Kommt man dann entlich aus dem Wald, sieht man den Weg ein Bisschen oberhalb und wir dachten jupi schon bald gschaft. Die Freude war von kurzer Dauer. Einen Rücken weiter und wir dachten: „Ou shit!“ Da kam eine Schlucht zum Vorschein, wir wussten nicht, wo da ein Weg durchgehen sollte. Aber es gab einen! Selbstverstäntlich mussten wir aber zuerst absteigen bevor wir über Schneebedekte steile Treppen hochsteigen konnten.
Dem entsprechend waren wir froh als wir entlich in Kongde ankamen. Und ja, die Leuten hatten recht es ist teuer dort zu übernachten. Rajan ist aber gut im Verhandel und brachte es auf einen bezahlbaren Preis.
Da ich mir in der Schweiz kein Luxushotel leisten kann, wollt ich mein Glück mal in Nepal probieren. Na ja Luxus?! Es hatte zwar attached badhroom, aber das Wasser war gefrohren. Lichter hatte es auch unzählige, doch ausschalten konnt man nicht alle. Da sie sich selber laden, stellen sie irgendeinmal in der Nacht ab. Und als ich im Bett lag, klopften sie mich wieder heraus, da sie vergessen hatten mir die Bettflasche zu geben. Aber das Essen war sehr lecker und die Better hatten frische weisse Bettwäsche…
Zum Glück lohnte es sich bereits rein Hotelmässig dor hoch zu gehen, denn das Wetter war uns nur halb gut gestimmt. Wir hatten nicht die ganze Aussicht, wir mussten sie Wolkenloch für Wolkwnloch geniessen...






Von Kongde wanderten wir nach Gaht und das letzte Stück zurück nach Lukla. Nun waren wir wieder im Touristen Strom, aber auch zurück im normalen neplai Leben.
Bei der Lodgebesitzerin in Gaht sah man schon, dass sie schwanger war, aber für mich sah sie nicht hochschwanger aus. Ich wurde aber eines anderen belehrt. Noch in der selben Nacht setzten die Wehen ein. Hut ab vor dieser Frau. Am Morgen war das Baby noch nicht da. Sie entschieden, falls es bis zehn nicht da sei, werde die Frau nach Lukla ins Spital getragen. Wohlverstanden für Touristen fliegen stündlich mehrere Helikopteer Talleinwärts oder -auswärts, sei es für Mountainseeing oder Resque, aber die Einheimischen werden auf Barren getragen... Wir erkundeten uns am Abend in der Lodge und erfuhren dass ein gesunder Knabe zuhause zur Welt kam.
In Lukla wollten wir Postkarten versenden. Postkarten kann man an jeder Ecke kaufen, aber Marken wurde eine Herausforderung. Wir wurden auf das Postoffice verwiesen. Laut Dorfplan gibt es zwei von diesen. Am ersten Standort konnten uns die Leute sofort sagen dass es zu sei, aber für das zweite war das gar nicht so einfach. Rajan fragte nahezu zwanzig Leute. Die einen wussten nicht einmal dass es sowas gibt in Lukla und andere hatten nur eine leise Ahnung wo es sein könnte. Zuguterletzt fanden wir zwar nicht das Postoffice, aber der Postbeamte. Briefmarken hatte er aber keine. Das gute an dem Suchen war, dass wir hinter die Kulissen des Touristenluklas sahen und das ist viel ärmer als die Front der Anschein macht.





Von Lukla nach Kathmandu nahmen wir wieder ein Propellerflugzeug. Wir hatten super zehn Tag, mit vielen spannenden Erlebnissen.